Hyundai IONIQ Electric – das „1 Liter Auto“

Ich habe heute eine Testfahrt gemacht, weil ich selbst mal wissen wollte, wie weit ich denn wirklich kommen kann.
Blöderweise habe ich die Videoaufnahme verhauen bzw. GoPro hat, so dass es heute nur die Prosa-Variante und kein Video gibt. 😦
 
Ich bin von Regensburg nach Klattau/Klatovy (Tschechien) gefahren und habe dabei die Landstraße genommen. Das sind ca. 120 km und führt quer durch den Oberpfälzer Wald. Es ist also verwinkelt, hat satte Anstiege und Abfahrten – richtig schön abwechslungsreich.
 
Mein Ziel war es allerdings, nicht nur nach Klattau zu fahren, sondern auch wieder zurück – und das ohne Zwischenladung.
 
Ich bin mit vollem Akku losgefahren und habe vor allem darauf geachtet, möglichst wenig zu rekuperieren, also segeln, segeln, segeln – so viel wie möglich! Segeln bedeutet, dass das Auto einfach rollt, also weder beschleunigt noch bremst.
Um es kurz zu machen:
 
Ich bin mit 9 % Restakku in Regensburg angekommen und habe dabei ziemlich genau 240 km zurückgelegt. Mein IONIQ war der Meinung, noch 16 km schaffen zu können, wobei sämtliche Reichweitenschätzungen sehr pessimistisch waren, da ich in der Vergangenheit erheblich höhere Verbräuche hatte und sich das Schätz-o-Meter an diesen Werten orientiert. Realistisch wären wohl noch mindestens 20 km drin gewesen. Das entspräche einer Gesamtreichweite von 260 km.
Der Durchschnittsverbrauch war laut Anzeige 10,7 kWh/100 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 km/h, also durchaus nicht langsam. Ich bin gut im Verkehr mitgeschwommen und war kein Bremsschuh.
Allerdings war auch das Wetter perfekt: zwischen 18 und 21 Grad und Sonnenschein.
Damit ist es also bewiesen: Ich fahre also tatsächlich ein „1-Liter-Auto“, denn 10,7 kWh/100 km entsprechen recht genau dem Energiegehalt von einem Liter Benzin. Wenn man Diesel als Referenz ansetzt, fahre ich sogar ein „0,9 Liter Auto“.
 
Um das Maximum herauszukitzeln, habe ich zwar den Tempomaten verwendet – diesen aber immer dann ausgeschaltet, wenn er hätte rekuperieren müssen oder wenn erkennbar war, dass die jetzt erfolgende Beschleunigung gleich wieder runtergebremst werden muss.
Insgesamt habe ich eher dezent beschleunigt und nur dann gebremst, wenn es zwingend nötig war bzw. die Verkehrsregeln das so vorgeschrieben haben. Wobei ich gefühlt (bis auf die Momente, in denen ich wirklich stoppen musste) nur rekuperiert und nie wirklich gebremst habe.
 
Die 280 NEFZ-Kilometer wäre für mich auch erreichbar – würden dann aber schon eine sehr zurückhaltende Fahrweise erfordern und mich wohl hin und wieder zum Verkehrshindernis werden lassen.
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