„Christliche“ Scheingewerkschaft nicht tariffähig

Die Gerichte scheinen im Gegensatz zur Politik in Deutschland doch noch mehrheitlich mit Verstand gesegnet zu sein und haben in ihrem Urteil gegen die Scheingewerkschaft CGZP vernünftigerweise entschieden, dass es so nicht geht.

Was an einer „Gewerkschaft“, die ernsthaft Tarifverträge unter 5€/h aushandelt, christlich sein soll, ist mir ohnehin schleierhaft.

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Qualitätsjournalismus?

So sieht er also aus, der Qualitätsjournalismus, der den Bloggern immer um die Ohren gehauen wird und als Totschlagargument für Paywalls und anderen Unsinn herhalten muss.

Interessant ist dann wohl die Frage, wieviele solcher Artikel in ähnlicher Unkenntnis gedruckt werden und welche Blätter sonst noch davon betroffen sind, bisher aber nur noch nicht erwischt wurden …

GEZ – zum 1. Mal bin ich stolz gezahlt zu haben!

Machen wir uns nichts vor, das Programm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist für gewöhnlich unterirdisch schlecht und nur in Nuancen über dem Niveau der Privatsender, wenn überhaupt. Und ich bin wirklich kein Freund der GEZ sondern halte den Verein für nahezu kriminell.

Aber die Reaktion gestern bei „Wetten dass ..?“ ringt mir Respekt ab. Bisher war meine Meinung über Gottschalk und das ZDF nicht die Beste aber die Show nach dem wirklich dramatischen Unfall anstandslos abzubrechen und auf Quote und Aufsehen zu verzichten, ist wirklich sehr anständig und ich glaube nicht, dass irgendein Privatsender so reagiert hätte.

Ich habe die Sendung nicht gesehen, so wie ich so ziemlich nie irgendeine Fernsehsendung sehe, da ich das Programm für zu schlecht erachte. Ich zahle GEZ nur, weil ich dazu gezwungen werde, nicht weil ich es möchte oder gar sinnvoll finde. Aber gestern, in diesem Augenblick war ich für einen kurzen Moment stolz gezahlt zu haben. Ein teurer Preis, nicht nur für mich.

Gute Besserung Samuel!

Integrität und Politik – ein Gegensatz?

Egal wohin man schaut, Politiker scheinen über die Zeit immer und unvermeidlich ihrer gewonnenen Macht zu erliegen und sich mehr und mehr sowohl von den Wählern als auch von ihren vormaligen eigenen Idealen zu verabschieden. Statt dessen wird im Namen der Notwendigkeit und aus Opportunität jeder Mist durchgesetzt, solange es der eigenen Karriere dienlich ist. Und dies scheint wirklich fast ausnahmslos alle Politiker und Parteien zu betreffen.

Außerdem scheinen Politiker grundsätzlich dem Wahn zu verfallen alles besser als die Bevölkerung zu wissen. Auch wenn die Mehrheit (oft aus guten Gründen) für oder gegen ein bestimmtes Projekt ist, setzen sich viele Politiker vehement für das Gegenteil ein, meistens mit der Begründung es gut für die Allgemeinheit zu meinen oder weil es einfach notwendig sei. Für mich ist das eine Hybris, die kaum mehr zu übertreffen ist, gerade aber bei (Berufs-)Politikern geradezu die Regel zu sein scheint.

Ist das nur meine subjektive Wahrnehmung oder entspricht dies der Realität? Warum ist das so?